betterplace.org Köln

Meine Aktivität bei betterplace.org Köln beschreibt am Besten ein Interview, welches im Rahmen des Jahresberichts 2015 für die gut.org gAG erstellt wurde. Viel Spaß beim lesen.

Oliver Weyer ist ehrenamtlicher betterplace-Botschafter der ersten Stunde und hat in den vergangenen Jahren das Städteteam in Köln aufgebaut, das mittlerweile zehn Mitglieder hat. Wir haben mit ihm über seine Erfahrungen und Motivation gesprochen.

Oliver, Du hast in den vergangenen Jahren das Kölner Städteteam aufgebaut. Was hat Dich damals dazu bewogen, mit so viel Volldampf eins der ersten Botschafterteams von betterplace.org an den Start zu bringen?

Ich wollte mich ehrenamtlich engagieren und dabei gerne meine berufliche Erfahrung als Produktmanager bei einem Mobilfunk-Unternehmen einbringen.

betterplace.org hatte ich schon etwas länger verfolgt, und als Christina und Moritz zum Info- und Kennenlerntreffen nach Düsseldorf einluden, war ich am Start. Und begeisterte die beiden für ein Städteteam Köln. So kann ich meine beruflichen Erfahrungen nutzen, um Gutes zu tun und meine Wahlheimat Köln zu einem besseren Ort zu machen.

Wenn Du Dein Engagement als Botschafter Revue passieren lässt, was sind Momente, an die Du besonders gerne zurückdenkst, Deine persönlichen Höhepunkte?

Da fallen mir einige tolle Momente ein: Zum Beispiel Pecha Kucha Cologne, das war damals im Sommer 2013 mein erster öffentlicher Auftritt als Botschafter von betterplace.org. 20 Folien, jede Folie steht exakt 20 Sekunden, alles nicht länger als 6.40 Minuten. Ein toller Abend, an dem ich mit meiner Präsentation Angelina aus dem Pecha-Kucha-Publikum überzeugen konnte. Somit waren wir im Städteteam Köln schon zu zweit.

Dann fällt mir noch unsere erste Infoveranstaltung im Coworking Space Startplatz in Köln ein: 20 Vertreter(innen) von sozialen Einrichtungen waren gekommen, um mehr über betterplace.org zu erfahren. Das Feedback war durchgängig positiv.

Was gefällt Dir am meisten an Deiner Botschafterrolle?

Mit Gleichgesinnten etwas Gutes zu bewegen, bereitet mir große Freude, erfüllt und bereichert mich. Außerdem bietet mir das Engagement bei betterplace.org eine wertvolle Ergänzung zu meiner beruflichen Tätigkeit: Ich kann meine Erfahrungen aus der Entwicklung, Vermarktung und dem Betrieb von Mobilfunk-Produkten gut ins soziale Umfeld transferieren. Trotz der verschiedenen Themenfelder gibt es eine Menge Überschneidungen.

Ein weiterer Punkt: Als Teil des Städteteams gestalte ich die Digitalisierung des sozialen Sektors in Köln mit. Damit setze ich mit aktiv mit Themen auseinander, die mich selbst bewegen und die mir wichtig sind. Das ist ungeheuer motivierend und eine Arbeit, die vor allem auch Spaß macht.

Was macht Deiner Meinung nach die Attraktivität eines Ehrenamts aus? Wann sind auch jüngere Menschen dafür zu begeistern, einen Teil ihrer Zeit für eine gute Sache einzubringen?

Eine Menge junger Menschen wollen sich engagieren. Aber die Rahmenbedingen müssen sich an der heutigen Lebenswirklichkeit orientieren. Flexibilität ist gefordert, organisatorische Zwänge schrecken ab. Man will sich unbürokratisch einbringen können, man will greifbare Ergebnisse erzielen, man will mit anderen zusammen im Team etwas Gutes gestalten — ohne dabei einen Bund fürs Leben einzugehen und die Stechuhr ticken zu hören.

Was ist für Dich wichtig, um im Ehrenamt motiviert zu bleiben?

#Spaß #Freiheit und #MutzurVeränderung

Wie hat sich das Botschafterteam in Köln in den vergangenen Jahren entwickelt? Wo steht Ihr und was habt Ihr erreicht?

Wir haben uns regelmäßig neu erfunden, sind in Bewegung geblieben, haben verschiedene Tools, Veranstaltungen und Maßnahmen ausprobiert.
Wir haben Raum zum Experimentieren geschaffen. „Mehr machen, weniger reden“ ist bei uns zum Motto geworden. Wer etwas machen will, macht es einfach und versucht weitere Kölner Botschafter für die Aktion zu begeistern. Kein Botschafter ist gezwungen, an der Aktion teilzunehmen. Jeder kann unter Berücksichtigung seiner beruflichen und privaten Verpflichtungen mehr oder weniger einbringen.

Was sind für Dich die größten Herausforderungen, wenn Du einen Blick in die Zukunft des Kölner Städteteam wirfst? Was wünschst Du Dir?

Wir werden uns sicher noch mehrmals neu erfinden. Dabei wollen wir unsere Neugierde und Verbundenheit erhalten. Unser Team besteht seit mehreren Jahren und wächst kontinuierlich. Bisher hat uns noch niemand verlassen. Gemeinsam werden wir noch einige tolle Aktivitäten rocken und unseren Beitrag zur Digitalisierung im sozialen Sektor in unserer Stadt leisten.

Ich wünsche mir mehr Kölner Akteure, wie den Solution Space oder den Startplatz, die ihre Kompetenzen in unser regionales Netzwerk geben, um Köln zu einem besseren Ort zu machen.

Quelle

Jahresbericht 2015 der gut.org

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